Montag, 5. Oktober 2026

Wie sprichst du mit dir selbst? Eine Einladung zu mehr Freundlichkeit

Manchmal beginnt ein anstrengender Tag schon mit einem Satz: „Das schaffe ich heute nicht.“ Oder: „Bei mir geht das immer schief.“


Vielleicht kennst du das. Gerade wenn du müde bist oder viel von dir verlangt wird, klingt deine innere Stimme manchmal strenger, als du mit einem lieben Menschen sprechen würdest.


Ich möchte dich heute einladen, einmal hinzuhören.


Ein Moment ist kein Urteil über dich


Zwischen „Heute fällt mir das schwer“ und „Ich kann das einfach nicht“ liegt ein Unterschied. Der erste Satz beschreibt eine Situation. Der zweite klingt, als wäre schon alles entschieden.


Vielleicht braucht es heute keinen besonders positiven Satz. Vielleicht braucht es einen genaueren: „Ich bin gerade erschöpft.“ „Bei dieser Aufgabe bin ich unsicher.“ „Ich weiß noch nicht, wie ich anfangen soll.“


Von dort aus kannst du fragen: Was brauche ich jetzt?


Deinen Körper ernst nehmen


Auch bei Sätzen über deinen Körper lohnt sich dieses Innehalten. Was spürst du tatsächlich? Was befürchtest du? Und was ist bereits fachlich geklärt?


Beschwerden sind real und verdienen Aufmerksamkeit. Du musst sie nicht wegdenken. Neue, anhaltende oder unklare Beschwerden solltest du medizinisch abklären lassen.


Du darfst deinem Körper trotzdem mit einer freundlichen Haltung begegnen: „Ich möchte herausfinden, was mir guttut und welche Unterstützung ich brauche.“


Eine kleine Übung für diese Woche


Wenn du einen strengen Satz bemerkst, halte kurz inne. Schreib ihn auf, wenn du magst.


Frage dich dann:

Was beschreibt dieser Satz genau?

Was weiß ich – und was nehme ich gerade an?

Wie könnte ich es ehrlich und etwas freundlicher ausdrücken?


Aus „Ich muss alles allein schaffen“ könnte werden: „Ich darf mir Unterstützung holen.“

Aus „Ich bin nicht gut genug“ könnte werden: „Hier möchte ich noch etwas lernen.“

Aus „Ich kann nichts mehr“ könnte werden: „Heute brauche ich Erholung.“


Wähle eine Formulierung, die für dich stimmt. Ein „noch“ passt beim Lernen manchmal gut. Bei einer echten Grenze darfst du aber auch sagen: „Das kann oder möchte ich nicht.“


Die Verbindung zu meiner Arbeit bei Meerveda


In meinen Entspannungs- und Hypnoseangeboten haben innere Bilder und eine achtsame Sprache ihren Platz. Mir ist wichtig, dass du dabei selbst entscheiden und wahrnehmen darfst, was für dich passend ist.


Du musst nichts erzwingen und keine bestimmte Stimmung herstellen. Vielleicht entsteht einfach ein Moment, in dem du dich selbst wieder etwas freundlicher wahrnimmst.


Welchen Satz möchtest du diese Woche genauer anschauen? Du kannst die Antwort ganz für dich behalten.


Herzlich

Deine Manuela

Meerveda

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